Hotspot 2: Phase Skizzen

Für diesen Hotspot wurden am 07. Juli zwei Vorschläge entwickelt, s. Skizzen unten.

Verkehrsknotenpunkt Wilhelmsplatz

  1. Sehr schlechte Durchlässigkeit für Fussgänger und Radfahrer
  2. Der Schwerpunkt der „Platzgestaltung“ liegt in der bestmöglichen Überquerung des „Platzes“ durch Stadtbahn und Autoverkehr, was eine Barriere für die wichtige Verbindung zwischen Cannstatter Carré und Marktstraße zur Folge hat. Vor allem der massive Autoverkehr verhindert die Wahrnehmung des Wilhelmsplatzes als einen „richtigen“ Platz mit Aufenthaltsqualitäten.
  3. Um die Barriere zu überwinden wird eine Erweiterung der Marktstraße in den Wilhelmsplatz als repräsentativen Eingang in die „Altstadt“ vorgeschlagen, was nur in Verbindung mit einer Verringerung der Autospuren möglich ist.
  4. Daneben wurde deutlich gemacht, dass die Badstraße nicht wie vorgesehen nur vom Anliegerverkehr genutzt wird, sondern auch als Durchgangsverkehr, was wiederum für den Wilhelmsplatz eine zusätzliche Belastung mit dem KfZ-Verkehr darstellt.
  5. Zusätzlich angeregt wurde eine Begrünung der Wilhelmstraße in Form von Bäumen entlang der Straße.

Bahnhofsbereich mit Verbindung zur Altstadt und zum Wilhelmsplatz

  1. Als Bahnreisender trifft man beim Haupteingang des Bahnhofs auf einen kleinen Kiosk und eine Sitzbank mit vielen betrunkenen Menschen oder man nimmt die Unterführung am Ende des Bahnsteigs und durchquert eine Abfolge von verwahrlosten Räumen (mit Geruchsbelästigung) auf dem Weg zur Altstadt. Beide Orte sind wenig attraktiv und prägen bei vielen Stuttgartern das Bild von Cannstatt.
  2. Für eine bessere „Ankunft“ in Cannstatt wurde für den Bahnhofsbereich eine Neugestaltung des Bahnhofareals u.a. mit einer sogenannten Shared Space vorgeschlagen. Sie könnte sich von der Bahnhofstraße über den Bereich vor dem Cannstatter Carré (zwischen den beiden Kreiseln) und der Seelbergstraße erstrecken. Shared Space steht für die Gleichbehandlung aller Verkehrsteilnehmer im Gegensatz zu dem bisher bevorzugtem PKW-Verkehr. Als positive Beispiel wurden der Bahnhofsvorplatz in Konstanz und die Tübinger Straße in Stuttgart genannt.
  3. Mitten in Bad Cannstatt gibt es ein leerstehendes Gebäude, das bis 2020 von der Stadt Stuttgart verpachtet wurde (in der Skizze als Knotenpunkt mit neuer Nutzung bezeichnet, der ehemalige McDonalds). Durch dieses Gebäude gehen alle Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs, die von der S-Bahn auf die Stadtbahn oder umgekehrt umsteigen möchten. Das Gebäude und das daneben liegende Parkhaus sowie das Schwabenbräuareal werden trotz der zentralen Lage zum jetzigen Zeitpunkt kaum genutzt und haben ein großes Potential für eine neue Nutzung bzw. für einen Umbau zu einem zentralen öffentlichen Gebäude mit kultureller Nutzung (Kino, Kulturkabinett, Stadtbücherei), Parken im Untergeschoss, Büros für Freiberufler im Erdgeschoss, Arkaden, Wohnen im Zentrum, große Dachterrasse mit Café usw.
  4. Mit dem Um- oder Neubau des ganzen Areals kann auch eine attraktivere Verbindung zwischen Bahnhof und Wilhelmsplatz gestaltet werden. Dabei sollte das Gebäude in allen Geschossen öffentlich nutzbar sein und eine Erweiterung des öffentlichen Raumes bis hin zum Dachgeschoss z.B. als Aussichtsplattform darstellen. Denkbar wäre eine Zwischennutzung des bestehenden Gebäudes (bis 2020) mit Vermietung an Künstler, Gestalter usw. die den Ort wieder positiv ins Bewusstsein bringen könnten.
  5. Daneben wurde diskutiert ob nicht das Gebäudeensemble mit der König-Karl-Passage neu gestaltet werden sollte, um zwischen der Stadtbahn-Haltestelle und dem Gebäude mehr Platz zu schaffen.
Hotspot 2.1: Wilhelmsplatz und Bahnhofsplatz
Hotspot 2.1: Wilhelmsplatz und Bahnhofsplatz
Hotspot 2.2: Wilhelmsplatz und Bahnhofsplatz
Hotspot 2.2: Wilhelmsplatz und Bahnhofsplatz

One thought on “Hotspot 2: Phase Skizzen

  1. Bahnhof Bad Cannstatt

    Der Bahnhof Bad Cannstatt ist der sechstgrößte Bahnhof in Baden-Württemberg. Dieser Bedeutung wird er derzeitig in vielfacher Weise nicht gerecht. In allen großen Metropolen in Deutschland gibt es mehrere große Bahnhöfe in denen quasi alle Züge halten und die der Bahnhofskategorie 1 oder 2 (also besonders hochwertig ausgebaut sind) zugehören:

    Berlin Hbf
    Berlin Gesundbrunnen
    Berlin Ostbahnhof
    Berlin Südkreuz
    Berlin Friedrichstraße
    Berlin-Lichtenberg
    Berlin Potsdamer Platz
    Berlin-Spandau
    Berlin-Wannsee
    Berlin Zoologischer Garten

    Hamburg Hbf
    Hamburg Altona
    Hamburg Dammtor
    Hamburg Harburg

    München Hbf
    München Ost
    München Pasing

    Stuttgart Hbf
    Stuttgart Bad Cannstatt???

    Vorschläge zur Aufwertung des Bahnhof Bad Cannstatt:

    • In Bad Cannstatt halten nach Inbetriebnahme von S21 alle Züge. Auch der Fernverkehr auf der Achse Stuttgart – Nürnberg sowie sämtliche IRE Züge.
    • Erneuerung der Bahnsteige und Bahnsteigüberdachung (Eine Bahnhofshalle wäre toll!!!)
    • Zusätzliche Bahnsteigzugänge von der Elwertstraße sowie Aufwertung und Durchstich des westlichen Bahnsteigzugangs zur Kegelenstraße. Diese Unterführung sollte zukünftig auch den Radschnellweg von der alten Bahnbrücke kommend in Richtung Bahnhofstraße / Wilhelmsplatz fortführen.
    • Ausbau und Aufwertung der Radabstellanlagen. (möglichst an allen Bahn-steigzugängen)
    • Ausbau des Angebots an Car-Sharing-Plätzen. Nutzerfreundlichere Lage als bisher.
    • Besser Anbindung des Bahnhofs für FG und Radfahrer
    o Südseite: Verbindung von der Elwertstraße zur Daimlerstraße. Aufwer-tung des Zugangs zum Wasen (Elwertstraße und Kegelenstraße)
    o Nordseite: Umgestaltung Bahnhofplatz, Verbindung zur Stadtbahn, Anbind HRR 1 in der Waiblinger Straße…
    • Neuordnung Kiss+Ride und Taxen
    • Abriss des Parkhauses und städtebauliche Neuordnung
    • Nutzerfreundliche Parkplätze in Parkhaus oder Tiefgarage in unmittelbarer Nähe zu einem der zukünftig drei Bahnsteigzugängen.
    • Neuordnung und barrierefreier Ausbau der Bushaltestellen
    • Ansiedlung weiterer und höherwertiger Dienstleistungen, EZH und Gastronomischer Angebote im Bahnhof / an den Bahnhofszugängen.
    • Bessere städtebauliche Ausnutzung des Bahnhofsumfelds, bessere Nutzung der verkehrlichen Lagegunst, Bildung eines Arbeitsplatzschwerpunkts.

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