Ergebnisse 2016 online!

Die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt 2016 finden Sie hier:

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One thought on “Ergebnisse 2016 online!

  1. Liest man den „Schritt ins Konkrete“, so offenbart sich – in dieser Phase der Überlegungen – ein schöner Gegensatz zum Interview des Bezirksvorstehers Anfang des Jahres in der Lokalausgabe der Stuttgarter Nachrichten: Letzteres mit einer Aneinanderreihung belangloser und unverbindlicher Bekenntnisse, Unwahrheiten und Widersprüchen (Einkaufen in B.C. …) und hier, in den Ergebnissen der Arbeitsgruppe, der bemühte Versuch einer Entwicklung der Stadt aus Tausend Kleinigkeiten heraus. Zweifellos eineFleißarbeit; aber ich frage mich, wer diesen Wust von Detailvorschlägen wie, an wen und in welcher Zeit auch nur einigermaßen erfolgreich vermitteln soll.

    Wie bei der zu diesem Zeitpunkt abstrusen Forderung von Cafè und Toilettenhäuschen für das Rillingufer ist man auch hier nicht in der Lage, von der Gesamtsituation Bad Cannstatts (und einer beträchtlichen Summe von Problemen) her zu denken. Denn es gibt nur sehr wenige Gemeinden dieser Einwohnerzahl und historischen Bedeutung (als Stuttgarts Keimzelle) mit einem derart vewehten Stadtbild, Image und einer vergleichbar geringen Attraktivität (Gastronomie, Flanieren, Shoppen; Qualität der entsprechenden Dienstleister etc.). Dabei hat (hätte!) B.C. eine eindeutige Qualität und Identität: den Neckar. Und wird dies noch weit mehr in der Zukunft sowie dank Stuttgart 21 besitzen – u.a. durch eine viel stärkere Wiederanbindungen an die City, vor allem als Wohnlage.

    Der erste und langfristig einzig tragfähige Schritt aller Überlegungen müsste ein Wettbewerb erfahrener Landschaftsarchitekten und Städteplaner sein, die gesamte Uferstrecke von Untertürkheim bis Münster – auch in Abstimmung mit den Gemeinden gegenüber wie etwa Wangen – ALS EINE EINHEIT zu entwerfen. Dem ganzen überhaupt ein Gesicht der Zukunft zu geben. Daraus abgeleitet (und nicht umgekehrt) eine Gestaltung der bislang schlichtweg katastrophalen Nutzbarkeit des Wasens als Naherholungsgebiet außerhalb der Volksfestzeit (s. Münchens Wiesn) abzuleiten, die Gestaltung von Brücken und davon die Korridore ins Zentrum, den Wilhelmsplatz und die restliche Unterstadt bis etwa zur nördlichen Grenze Daimlerstraße. Dabei sollte ein Weg gefunden (gestaltet!) werden, wie der Platz mit Fluß und Brücken sichtbar korrespondiert, wie die Funktion (Verkehrsleitungen) intelligent gewährleistet wird, aber z.B. durch teilweise unterirdische Führung (Fußgänger) auch eine ansehnlichere Ausgestaltung möglich wird. Also keine Abenteuer mehr wie etwa die bestehende Wasserfläche, die weniger schön als extrem hinderlich ist.

    Erst wenn dieser Entwurf diskutiert und (evtl. durch öffentliches Votum) grundsätzlich überprüft und gutgeheißen ist, wird es möglich, viele der in Ihren Vorschlägen dargestellten Detaillösungen überhaupt sinnvoll – d.h. planerisch, wirtschaftlich und für Einwohner und Besucher wirklich nachhaltig überzeugend anzugehen. Für Grund- und Hausbesitzer an neuralgischen Bereichen (Wilhelmsplatz, Rillingufer) mit attraktiven Förderprogramm zu Sanierungen in Sinn des neuen Stadtbildes wirksam anzureizen. Nach dem jetzigen Stand zäumt man meiner Meinung nach das Pferd dagegen von hinten auf. Schwäbisch-gründlich, aber auch ein wenig schwäbisch-kleinklein. Und unschwäbisch-teuer am Ende. Denn es ist immer besser, gute Ideen und Planungen herunterzubrechen, unter einem verbindlichen Dach zuwissen als von nicht immer hommogenen Detaillösungen aus immer weiter und breiter hinauszuplanen, zu korrigieren.

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