Auswertung der Fragebögen

Anläßlich der Zukunftswerkstatt am 13. Dezember 2016 wurden von den Bürgerinnen und Bürgern 61 Fragebögen zu Städtebau und Mobilität ausgefüllt; von den in den Vorträgen vorgestellten 11 Themen konnten beliebig viele als besonders wichtig gekennzeichnet werden. Im Schnitt wurden pro Fragebogen 6 Themen ausgewählt. Alle vorgeschlagenen Themen wurden von der Zuhörerschaft unterstützt: das beliebteste Thema wurde von 82% der Bürgerinnen und Bürger ausgewählt, das am wenigsten beliebte Thema immerhin noch von 31%. Da die Themen in ihrer Bewertung alle ziemlich dicht beieinander liegen, machte es Sinn, drei Kategorien zu bilden, und zwar „Sehr wichtig“, „Wichtig“ und „Erwünscht“.
 Auswertung der Fragebögen
Hier die „sehr wichtigen“ Themen, welche auf 70…80% der Fragebögen markiert wurden:
  • Das deutlich beliebteste Thema war die Neugestaltung des Wilhemsplatzes als Platz mit urbaner Qualität, mit Entflechtung von Schienen- und Straßenverkehr, der einfachen Querung für Fußgänger, mit hoher Aufenthaltsqualität, sowie mit der Möglichkeit zur Anfahrt des Bahnhofs aus beiden Fahrtrichtungen.
  • Mit einem kleinen Abstand folgen die Nachnutzung der Eisenbahnbrücke als „Park über den Neckar“, mit einem kreuzungsfreien Radschnellweg Stuttgart-Mitte nach Bad Cannstatt und dem NeckarPark,
  • die Aufwertung des Bahnhofsviertels und des Bahnhofs, mit einer besseren Nutzung des Blocks zwischen Wilhelms- und Bahnhofsplatz als Kultur-Cluster, umfangreicher Verkehrsberuhigung als Shared Space und einer zentralen Bushaltestelle,
  • sowie die Gestaltung des Ufers zwischen Rosensteinbrücke und Mühlsteg, mit weiteren Uferterrassen auf Flussniveau, Verbindungswegen auch unter den Brücken, einer „Perlenkette“ öffentlicher Gebäude und mehr Schiffsanleger.
Als „wichtige“ Themen, welche auf 40…50% der Fragebögen markiert wurden, erscheinen:
  • Verbesserung der Verbindungen zum und am Fluss mit einem funktionsfähigen Netz von Rad- und Fußwegen, der Trennung von Rad- und Fußverkehr auf dem Neckardamm, der Durchgängigkeit der Altstadtgassen zum Neckar, einer verkehrsberuhigten Wilhelmsbrücke und Überkinger Straße, einer flußseitig autofreien Neckartalstraße,
  • sowie das Rückschneiden und Lichten der Uferbegrünung, eine Freitreppe am Rilling-Ufer, und die Aufwertung des Tiefufers am Theaterschiff.
Erwünscht“ sind die folgenden Maßnahmen, welche von 30…40% der Zuhörerschaft ausgewählt wurden:
  • Die Aufwertung des Ortseingangs König-Karls-Brücke als Platz mit urbaner Attraktivität, einem repräsentativen und architektonisch herausragenden Gebäude im Wasenzwickel als Landmarke, Freizeiteinrichtungen und Gastronomie auf dem Wasen und an der Neckarpromenade in Verträglichkeit mit der Nachbarschaft,
  • die Behandlung der Verkehrsachse Waiblinger-/Nürnberger Straße als Wohnstraße, Begrünung der Gleiskörper, Überwindung der Trennwirkung für Fußgänger und Radfahrer, und der Umbau des Augsburger Platzes,
  • die Neugestaltung des Quartiers zwischen Bahnhof und Mercedesstraße mit Gewerbe als Schallschutzriegel und urbanem Wohnen, öffentlichen Einrichtungen, sowie eine Aufwertung der Zugänge zum Wasen,
  • Zuflussdosierung des Durchgangsverkehrs durch eine effektive Regelung des Straßenverkehrs an den Ortseingängen,
  • Verkehrsberuhigung und Umgestaltung der Schöne-Straße nach Fertigstellung des Rosensteintunnel, Platzgestaltung und sinnvolle Nutzung des Hochbunkers.

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